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beratung ihk Fotolia 14955149 XS 300x200 Existenzgründung als FreiberuflerWer als Freiberufler eine Existenz gründen will, muss sich zunächst mit dem § 18 des Einkommensteuergesetzes auseinandersetzen. Hier wird definiert, in welchen Tätigkeitsfeldern Freiberufler gründen können. Es werden neben klassischen Berufen wie Arzt, Übersetzer, Architekt auch ähnliche Berufe genannt. Da in diesem Fall die Gesetzeslage etwas schwammig ist, können sich Freiberufler aber auch beim zuständigen Finanzamt erkundigen, ob sie mit ihrer Qualifikation eine Existenz gründen können. Für bestimmte Berufsgruppen gibt es nämlich keine adäquaten Bezeichnungen, die vom Gesetzgeber definiert wurden. Allen Freiberuflern gemeinsam ist allerdings, dass die Existenz aufgrund der persönlichen Fähigkeiten und der Leistungen, die durch die tiefgehenden Kenntnisse erbracht werden können, gegründet wird.

Welche Voraussetzungen gelten für derartige Existenzgründungen?

Laut Gesetz müssen Freiberufler mit ihrem Namen für die von ihnen erbrachten Leistungen einstehen. Das bedeutet im Klartext, dass das Unternehmen auch den Namen des Gründers tragen muss. Allerdings ist der Familienname in diesem Fall ausreichend. Zusätzlich dürfen zu dem Familiennahmen auch noch Bezeichnungen über die Branche, selbst ausgedachte Namen oder bestimmte Ziffernfolgen bzw. Buchstabenkombinationen hinzugefügt werden. Abhängig von dem jeweiligen Beruf gibt es einige Einschränkungen und Konditionen, um als Freiberufler eine Existenz gründen zu können. Bei Anwälten ist es beispielsweise so, dass sie eine Zulassung von der Anwaltskammer benötigen. Das Finanzamt oder ein Gründungsberater gibt wertvolle Tipps, welche Voraussetzungen für den bestimmten Beruf gelten.

Vorteile der freiberuflichen Existenzgründung

Freiberufler, die eine Existenz gründen, haben den Vorteil, dass sie nicht gewerblich tätig werden. Dadurch ersparen sich diese Gründer eine Anmeldung beim Gewerbeamt und auch die Gewerbesteuer entfällt. Außerdem müssen sie sich nicht bei der zuständigen IHK oder Handwerkskammer als Mitglied anmelden. Lediglich beim Finanzamt muss eine Anmeldung erfolgen. Nach der Zuweisung einer Steuernummer arbeitet der Freiberufler dann selbstständig. Zwar müssen nicht mehr so viele bürokratische Hürden genommen werden, eine Umsatzsteuererklärung und eine Umsatzsteuervoranmeldung müssen aber auch Freiberufler abgeben.

Ausnahmen für die Umsatzsteuer

Es gibt auch einige Ausnahmen. Freiberufler, die von der Umsatzsteuer befreit sind, unterliegen der Kleinunternehmerregelung. Hier ist der Jahresumsatz entscheidend, der nicht mehr als 17.500 Euro betragen darf. Diese Regelung muss ebenfalls beim Finanzamt beantragt werden.

Förderkredite für freiberufliche Existenzgründer

Freiberufler können auch als Existenzgründer von den Gründungsdarlehen profitieren. Zu den Darlehen für die Unternehmensgründung bietet zum Beispiel die KfW Bankengruppe Kredite mit günstigen Konditionen an. Zu diesen Förderkrediten für Freiberufler, die die Selbstständigkeit wagen, gehören unter anderem:

  • das Mikro-Darlehen
  • StartGeld als Gründerkredit
  • Gründerkredit Universell

Darüber hinaus gibt es noch regionale Darlehen oder Kredite für bestimmte Berufsgruppen. Über diese Fördermöglichkeiten informiert die zuständige Handwerkskammer oder die IHK. Kreditgeber wie die Hausbank oder andere Institute verlangen Sicherheiten und einen sorgfältig ausgearbeiteten Businessplan. So erhalten Sie einen Überblick über den Finanzplan und die Risiken und Chancen, die mit dem Unternehmen verbunden sind.

Foto: artsocks – Fotolia.com

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